Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen.

Xbox 360-Review: Sega Superstars Tennis

26.03.2008 – Redakteur: Matthias


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Als Aushängeschild eines Videospiel-Unternehmens hat man es heutzutage nicht leicht. Während die Maskottchen in vergangenen Zeiten alle Jubeljahre mal ein Jump&Run-Abenteuer bewältigen mussten, sind sie inzwischen in verschiedensten Bereichen im Dauereinsatz. Davon kann ein bestimmter, vollschlanker Klempner ebenso ein Lied singen wie der blaue Flitzer Sonic. Als neueste Herausforderung muss der Igel in Sega Superstars Tennis nun sogar einen Racket schwingen, wird dabei aber immerhin von vielen seiner Sega-Kollegen unterstützt. Dazu hat man mit Entwickler Sumo Digital die Macher des sehr guten Virtua Tennis 3 mit der Umsetzung der neuen Schlägerschwingerei beauftragt, weswegen die Chancen gut stehen, dass nicht nur Sega-Fans ihre Freude an dem Game haben werden.

Virtua Superstars

Sega Superstars TennisDie Ähnlichkeit zwischen Sega Superstars Tennis und Virtua Tennis 3 ist von Anfang an unverkennbar, was allein schon daran liegt, dass beide Sportspiele auf der gleichen Engine basieren. Sei es der Blickwinkel, die Aufmachung oder das Geschehen am Rande des Platzes, irgendwie erinnert alles an das realistischere Tennis-Vorbild. Aber natürlich gibt es auch deutliche Unterschiede: Während sich in Virtua Tennis 3 Profis wie Roger Federer oder Venus Williams auf bekannten internationalen Centre Courts die Bälle um die Ohren schlagen, treten Sonic & Co auf quietschbunten Feldern an, die von zahlreichen Sega-Spielereihen inspiriert wurden. Freunde dieser Games erkennen sofort den Cel-Shading-Stil von Jet Set Radio, die futuristische Aufmachung von Space Channel 5 oder die Green Hill-Levels der Sonic Jump&Runs. Untermalt wird die Ballhatz mit dem Original-Sound der Spieleserien und als Publikum schauen weitere bekannte Sega-Figuren dem quirligen Treiben zu. Allerdings ist die Anzahl der Plätze zu Beginn ebenso beschränkt wie die Auswahl der Charaktere: Von Anfang an sportlich aktiv werden Sonic, sein Freund Tails, sein Erzfeind Dr. Eggman und dazu noch AiAi (Super Monkey Ball), Nights, Ulala (Space Channel 5), Amigo (Samba di Amigo) und Beat (Jet Set Radio). Acht weitere Figuren und etliche zusätzliche Felder stehen erst zur Auswahl, wenn sie im Superstar-Modus frei gespielt werden.

Keine Karriere

Sega Superstars TennisDieser Modus bildet das Kernstück des Games und ersetzt den klassischen Karriere-Modus. Anstatt sich in einer Weltrangliste nach vorne zu arbeiten, gibt es hier rund 100 Herausforderungen zu meistern, um die zusätzlichen Inhalte nutzen zu dürfen. Die Aufgabe besteht entweder darin, eine bestimmte Mission zu erfüllen (z.B. unter Zeitdruck Gegenstände einzusammeln) oder eine einzelne Tennispartie bzw. ein ganzes Turnier zu gewinnen. Die Wahl des eigenen Charakters sollte dabei nicht nur nach Lust und Sympathie gefällt werden, da jeder Sega-Star seine individuellen Fähigkeiten besitzt: Sonics Stärke ist natürlich sein „Speed“, Amigo hat jede Menge „Kraft“ und Nights gilt als „Allrounder“.

Als weitere Spielart steht ein Turnier-Modus zur Verfügung, bei dem man sich im K.O.-System durch fünf Einzelmatches oder zusammen mit einem CPU- bzw. menschlichen Partner durch drei Doppelmatches spielt. Hat man das Turnier bewältigt, steht anschließend noch ein Sondermatch gegen den ollen Eggman und/oder den böse dreinblickenden Shadow an. Und natürlich gibt es auch das Einzelmatch, bei dem sogar bis zu vier Pad-Sportler zusammen zu einer Partie antreten dürfen. Hier darf man außerdem zuvor bestimmen, wie viele Punkte man zum Gewinn eines Satzes benötigt bzw. über wie viele Sätze ein Spiel geht.


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